Bundesgerichtshof, Urteil vom 17. Juli 2025 - X ZR 40/23

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Número ECLI ECLI:DE:BGH:2025:170725UXZR40.23.0
Número ELI -
Língua original da decisão allemand
Data do documento 16/07/2025
Órgão jurisdicional autor Bundesgerichtshof (DE)
Matéria
  • Patentes
Matéria EUROVOC -
Disposição de direito nacional Patentgesetz: §§ 116 Abs. 2 Nr. 2, 117; Zivilprozessordnung: §§ 296 Abs. 1, 521 Abs. 2, 530
Disposição de direito da União citada -
Disposição de direito internacional Europäisches Patentübereinkommen: Art 52
Descritivo Patentnichtigkeitssache: Prüfung der Patentfähigkeit des Gegenstands eines product-by-process-Anspruchs; Auslegung des Patentanspruchs; Hilfsantrag des Nichtigkeitsbeklagten nach Ablauf der Berufungserwiderungsfrist - Spreizdübel II - 1a. Bei der Prüfung der Patentfähigkeit des Gegenstands eines product-by-process-Anspruchs ist zu klären, ob sich das im Anspruch angegebene Herstellungsverfahren in spezifischen Eigenschaften des Erzeugnisses niederschlägt, durch die es sich von den im Stand der Technik bekannten Erzeugnissen unterscheidet. 1b. Körperliche und funktionale Eigenschaften des Erzeugnisses, die sich aus der Anwendung des Verfahrens ergeben, gehören zu den Sachmerkmalen des beanspruchten Erzeugnisses. Ob es solche gibt und welche das sind, ist durch Auslegung des Patentanspruchs zu ermitteln (Bestätigung von BGH, Urteil vom 19. Juni 2001 - X ZR 159/98, GRUR 2001, 1129, 1133 - Zipfelfreies Stahlband; Urteil vom 8. Juni 2010 - X ZR 71/08, juris Rn. 24). 2. Ein erstmals nach Ablauf der Frist für die Berufungserwiderung gestellter Hilfsantrag des Nichtigkeitsbeklagten darf nur dann berücksichtigt werden, wenn seine Zulassung die Erledigung des Rechtsstreits nicht verzögern würde oder die Partei die Verspätung genügend entschuldigt.